Werraben (Mitglieder der Hüter der Feder) im Gasthaus auf, entweder auf dem Dach in Rabengestalt oder im Inneren in Menschen- gestalt. Diese Werraben sind loyale Freunde der Martikows und helfen dabei, das Gasthaus zu beschützen. Wenn die Charaktere das Vertrauen der Werraben in Vallaki gewinnen, werden die Hüter der Feder auf sie achtgeben.
Das nächste Mal, wenn die Charaktere in ernsthafte Schwierig- keiten geraten, kannst du eine Gruppe von 1W4 Werraben auftauchen lassen, um sie zu retten oder ihnen anderweitig zu helfen. GESCHICKE RAVENLOFTS Wenn dir die Karten zeigen, dass im Gasthaus ein Schatz ver- steckt ist, offenbaren die Hüter der Feder nicht, wo der Schatz ist, bis sie sich sicher sind, dass die Charaktere ihn beschützen können.
Um ihre Fähigkeiten auf die Probe zu stellen, gibt Urwin den Charakteren folgende Aufgabe: Urwin nimmt euch zur Seite und spricht leise . .,Mein Wein- vorrat ist fast aufgebraucht, und die nächste Lieferung ist überfällig. Ich gebe euch, was ihr sucht, wenn ihr mir meinen Wein bringt. Das Weingut und die Winzerei sind einige Meilen westlich von hier.
Folgt einfach der Alten Swalitischen Straße und den Schildern." Urwin erwähnt dabei nicht, dass sein streitlustiger Vater Davian Martikow das örtliche Weingut und die Winzerei Wein- magier besitzt (Kapitel 12). Es herrscht Streit zwischen Urwin und seinem Vater (den Urwin und Danika als „die alte Krähe" bezeichnen).
Auch wenn Urwin das Weingut mühelos selbst besuchen könnte, betrachtet er den Umgang mit seinem Vater als würdige Prüfung für die Kompetenz der Charaktere, und er hält sich an sein Versprechen, wenn sie ihre Queste ab- schließen und mit der Weinlieferung zurückkehren. Urwin schickt einen Werraben in Rabengestalt los, um den Fortschritt der Charaktere aus der Entfernung zu beobachten. Wenn die Charaktere in Schwierigkeiten geraten, erstattet der Werrabe Urwin sofort Bericht.
N2A.BRUNNEN Ein 90 cm hoher Steinring umgibt den Schlund dieses 12 m tiefen, mit Moos ausgekleideten Brunnens. Das Gasthaus be- zieht Trinkwasser aus dem Brunnen. N2B. AussENTREPPE Eine hölzerne Treppe grenzt an die Außenwand des Gast- hauses an und führt zu den Gästequartieren im Obergeschoss (Bereiche N21 und N2m). Die robusten Holztüren oben an der Treppe können von innen verriegelt werden. Gasct,aus ßtauwasS(r (:ßffltd) 02) KAPITEL 5 1 D[E STADT \'ALLAKI 99 100 N2c.
SCHANKRAUM Feuchte Umhänge hängen von Haken in der Eingangsnische. Das Gasthaus ist voll mit Tischen und Stühlen, zwischen denen sich schmale Wege schlängeln. Ein Tresen erstreckt sich entlang der Wand, unter einem Balkon, der mit einer hölzernen Treppe erreicht werden kann, die an die Nord• wand angrenzt. Ein weiterer Balkon hängt über dem Eingang im Osten. Alle Fenster sind mit dicken Läden und Riegeln versehen. Laternen hängen über dem Tresen und stehen auf Tischen.
Sie tauchen den Raum in dumpf orangefarbenes Licht und werfen Schatten an die Wände, von denen die meisten mit Wolfsköpfen verziert sind, die auf Holzplatten montiert sind. Die Doppeltür, die in den Schankraum führt, kann von innen verrammelt werden. Auf Gestellen und in Nischen hinter dem Tresen sind drei Weinfässer gestellt, die alle drei Viertel leer sind. Zwei der Fässer enthalten Purpurtraubenmost Nummer 3 (einen billigen Wein) und das dritte Roter Drache Auslese (einen ordentlichen Wein).
Ein Zapfhahn aus Messing ist in jedes Fass gehämmert. Danika Mantikow kümmert sich um den Tresen, ihr Mann ist in der Küche unterwegs (Bereich N2e). IhreJungs Brom und Bray laufen umher und geraten leicht zwischen die Füße von Leuten. Zwischen Morgengrauen und Mittag sind hier keine Gäste, und die Martikows sind oben in ihren Schlafzimmern (Be- reiche N2o und N2p) oder auf dem Da~hboden (Bereich N2q).
Von Mittag bis zur Abenddämmerung halten sich 2W4 orts- ansässige Gäste im Schankraum auf (RG männliche und weib- liche Gemeine). Zwischen Abenddämmerung und Mitternacht halten sich 2W8 Vallakier hier auf. Außerdem ist eine oder mehrere der folgenden Personen in dieser Zeit hier. Wolf~äger.
Szoldar Szoldarowitsch und Yevgeni Kruschkin (N männliche menschliche Kundschafter) sind örtliche Jäger, die Gäste des Gasthauses Blauwasser sind Sie töten Wölfe und verkaufen das Fleisch, um zu überleben, und ihre Arbeit ist gefährlich und blutig. Beide Männer sind grimmig und haben einen leidgeprüften Ausdruck in den Augen. Diese beiden sind düstere Gesellen, aber sie lassen selten eine Gelegenheit verstreichen, Geld zu verdienen.
Wenn die Charaktere nach Führern oder Informationen über das Land Barovia suchen, können Szoldar und Yevgeni eine Hilfe sein. Sie haben keine Angst davor, Vallakis schützende Mauern tagsüber zu verlassen, und sie kennen den Wald sehr gut. Sie sind bereit, für 5 GM pro Tag als Führer zu dienen, oder eine Wegbeschreibung zu wichtigen Landmarken zu geben, wenn die Charaktere ihnen ein Getränk ausgeben.
Sie halten es für närrisch, bei Nacht in dieses „ve•rfluchte Reich" zu reisen, und tun es nur, wenn ihre Bezahlung exorbitant ist (100 GM oder mehr). • • Bei seltenen Gelegenheiten und nur, wenn er ·etwas Wichtiges zu sagen hat, spricht Szoldar seine Gedanken frei aus, während
sie lassen selten eine Gelegenheit verstreichen, Geld zu verdienen. Wenn die Charaktere nach Führern oder Informationen über das Land Barovia suchen, können Szoldar und Yevgeni eine Hilfe sein. Sie haben keine Angst davor, Vallakis schützende Mauern tagsüber zu verlassen, und sie kennen den Wald sehr gut. Sie sind bereit, für 5 GM pro Tag als Führer zu dienen, oder eine Wegbeschreibung zu wichtigen Landmarken zu geben, wenn die Charaktere ihnen ein Getränk ausgeben.
Sie halten es für närrisch, bei Nacht in dieses „ve•rfluchte Reich" zu reisen, und tun es nur, wenn ihre Bezahlung exorbitant ist (100 GM oder mehr). • • Bei seltenen Gelegenheiten und nur, wenn er ·etwas Wichtiges zu sagen hat, spricht Szoldar seine Gedanken frei aus, während Yevgeni seinen Freund mit weni·ger Worten wiederholt.
Szoldar hat für jeden Wolf, den er getötet hat, eine Kerbe im Bogen, während Yevgeni jedes Mal, wenn er einen Wolf tötet, einen neuen Flicken zu seinem Wolfsfellmantel hinzufügt. Beide Männer haben Familien, verbringen aber den Großteil ihrer Zeit zusammen, wobei sie entweder ihre Sorgen ertränken oder in den Wäldern jagen. Die meisten der Wolfsköpfe, die die Wände des Gasthauses verzieren, sind das Ergebnis ihrer Arbeit. KAPITEL 5 i DIE STADT VALLA.K!
7 51.0LOAR 51.0LOAROWITSCH YEVGENI KRUSCHKIN Wachter-Brüder. Nikolai und Karl Wachter (N männliche menschliche Adelige) sind Brüder edler Abstammung. Sie sind ungehobelte Trunkenbolde, die immer auf Ärger aus sind, doch sind sie schlau genug, keine Kämpfe mit gut be- waffneten Fremden anzuzetteln. Ihre Mutter Fiona Wachter (siehe Bereich N4) ist eine einflussreiche Persönlichkeit in der Stadt, doch ihre Söhne reden nie von ih r.
Sie hören lieber den Charakteren zu, wenn diese über ihre Abenteuer berichten oder davon, wie sie Vallaki vom Wahnsinn des Bürgermeisters befreien wollen. Rictavio. Der einzige Gast, der im Augenblick im Blau- wasser untergekommen ist, ist ein farbenfroh gekleideter halb- elfischer Barde, der den Namen Rictavio verwendet - eine falsche Identität, die der legendäre Vampirjäger Rudolph van Richten (siehe Anhang D) angenommen hat.
Er unterhält die Tavernengäste mit Geschichten, die so unerhört sind, dass sie kaum zu glauben sind, doch er versichert, dass sie wahr sind. Rictavio behauptet, der Direktor eines Karnevals aus einem fernen Land zu sein. Er wohnt seit fast einem Monat im Gasthaus, wobei er Urwin Martikows Großzügigkeit und gutes Wesen ausnutzt. Als er ankam, war er in Begleitung eines Affen namens Piccolo.
Der Affe war im Gasthaus nicht willkommen, also gab Rictavio ihn dem örtlichen Spielzeug- macher (siehe Bereich N7). Rictavio gibt zu, dass er kein musikalisches Talent be- sitzt, doch schafft er es dennoch, die Ortsansässigen mit Geschichten von weit entfernten Orten zu unterhalten. Zwei- mal am Tag, zur Morgen- und Abenddämmerung, verlässt er das Gasthaus mit einigen Äpfeln und einem gekochten Wolfssteak, das er in ein Taschentuch wickelt.
Er behauptet, das Essen sei für seinen stämmigen Freund, den "besitzlosen Spielzeugmacher" (Bereich N7) und seinen Affen. Tatsächlich sind die Äpfel für sein Pferd Drusilla (Bereich N2f) und das Steak für seinen gefangenen Säbelzahntiger (Bereich NS). Während seines Aufenthalts im Gasthaus sammelt Rictavio insgeheim Informationen über die Hüter der Feder und ver- sucht die Identitäten aller Werraben in der Stadt herauszu- finden.
Er versucht auch so viel er kann über die Vistani zu erfahren, besonders die, die im Lager vor der Stadt leben (Be- reich N9). Sobald er zum Schluss gekommen ist, dass sie mit Strahd verbündet sind, wird er seinen zahmen Säbelzahntiger auf sie zu hetzen, mit oder ohne Unterstützung der Werraben. Rictavio trägt einen Hut der Verkleidung und einen Ring der Gedankenabschirmung, um seine Identität zu verbergen.
Er hat einen Eisenschlüssel bei sich, der die Tür zu seinem Karnevalswagen (Bereich NS) öffnet. N2D. WEINLAGER 1 Dieser Korridor enthält drei mit Vorhängen verhangene ] Nischen sowie einen größeren Bereich voll mit Weinfässern. Die Martikows lagern hier ihren Wein. Hinter den roten Vor- hängen befinden sich drei Nischen, die jedes ein halbleeres Weinfass enthält, das auf der Seite auf einem Holzgestellt steht.
Zwölf leere Weinfässer sind hier in Zweierstapeln nahe der Tür zur Küche (Bereich N2e) gestapelt. In alle Fässer ist der Name Weinmagier gebrannt. Neun der fünfzehn Fässer, davon zwei in den Nischen, tragen auf der Seite unter dem Namen des Weinguts folgende Kennzeichnung: Purpurtraubenmost Nummer 3. Sechs der fünfzehn Fässer, darunter eines in den Fässern in den Nischen mit Vorhang, haben einen anderen Namen: Roter Drache Spätlese.
Die Doppeltür, die nach draußen führt, kann von innen ver- riegelt werden. N2E. KÜCHE Dieser Raum sieht wie die Küche von jemanden aus, der es liebt zu kochen. Hier stehen Stapel von Töpfen, an den Wänden hängen Kochutensilien und Regale voller Zutaten, und allerlei angenehme Gerüche würzen die Luft. Zwei Laternen hängen über einem soliden Werktisch aus Pinien- holz in der Mitte der Unordnung. Ein Topf Suppe blubbert auf dem Herd.
Urwin Martikow, der die meisten Mahlzeiten zubereitet, hält sich während des Tages hier auf.