sogar sinnvoll sein, sich als Kultisten zu verkleiden. Den Drachenbrunnen fliegend zu erreichen ist problematisch. Egal, ob sie auf metallischen Drachen reiten oder aus eigener Kraft fliegen, die Charaktere werden lange vor Erreichen ihres Ziels von chromatischen Drachen angegriffen. DER DRACHENBRUNNEN Der Drachenbrunnen ist der Krater eines erloschenen Vulkans an der Nordspitze der Sonnenuntergangsberge.
Aus Gründen, die von Sterblichen nicht verstanden werden können, kommen viele Drachen am Ende ihres Lebens zum Drachenbrunnen, um zu sterben. Dies geschieht schon seit Jahrtausenden. Aus der Ascheebene vor euch erhebt sich der Krater eines vor langer Zeit erloschenen Vulkans. An den steilen Flanken des Aschekegels sind Tausende von Kreaturen zu sehen, die ge- schäftig herumlaufen oder ordentlich lnfanteriereihen bilden.
In der Luft über dem Berg kreisen und kreischen dutzende chromatische Drachen wie übergroße Krähen. Sie können das Blutvergießen der kommenden Schlacht kaum erwarten. Der Drachenkult entdeckte den Drachenbrunnen vor langer Zeit. Unter dem erloschenen Vulkan bilden Lavahöhlen ein Netzwerk von Gängen und Kavernen, welche der Kult zu seinem Nutzen vergrößert hat.
Im zentralen Krater haben die Kultisten einen Ritualplatz angelegt, um aus den Drachen, die zum Sterben hierherkommen, Drakolichs zu erschaffen. Unter der Führung Severins wurden Krater und Katakomben zu dem Ort umfunktioniert, an dem Tiamats gewaltiger Tempel erhoben werden und die Herrschaft der Drachenkönigin beginnen soll. Hoch aufgehäufte Drachenknochen übersäen den Boden des Kraters. Der Krater des Drachenbrunnens ist ungefähr oval und hat hohe, steile Außenwände.
Die Drachen, die darüber kreisen, halten glücklicherweise nicht nach Eindringlingen Ausschau, sondern streiten mit- und posieren füreinander vor der Schlacht. In der Vergangenheit waren selten mehr als einhundert Kultisten am Drachenbrunnen anwesend. Nun, da der End- sieg bevorsteht, sind ihre Zahlen angestiegen. Im Komplex unter dem Krater leben und arbeiten ausschließlich Kultisten. Die Tausenden von Söldnern, die Riesen, Teufel und Monster kampieren vor allem entlang des Nord- und des Osthangs.
DER TEMPEL DER TIAMAT Die Karte des Kraters zeigt den Umriss des Ortes, an dem der Tempel der Tiamat erscheint, sobald er von der Magie der Roten Magier erhoben wird. Diese Aufgabe wird voll- endet sein, sobald die Charaktere und ihre Verbündeten zur Schlacht eintreffen. Der Krater ist mit den Knochen hunderter toter Drachen übersät, doch dies ist nicht einmal sein fesselndstes Merkmal.
Ein atemberaubendes Gebäude hat sich aus dem Boden unter dem Knochengewirr erhoben und ragt nun über den explodierten Vulkan hinaus. Es besteht zum Teil aus Vulkanasche, verbunden mit Drachenknochen, und zum Teil aus Stein, der mit der Magie der Neun Höllen erfüllt ist. Der Tempel der Tiamat erscheint in einem Chaos aus Ecken, Winkeln und hervorstehenden Stützpfeilern. Inmitten der verknoteten Simse und schwindelerregenden Zacken seht ihr fünf asymmetrische Türme, gekrönt von verdrehten Dächern.
EPISODE 9 I TIAMATS RÜCKKEHR 79 EPISODE 9 1 Tl.'\MATS :il ( KKEHR 80 LAVAHÖHLEN UND GÄNGE Unter dem Krater des erloschenen Vulkanes erstrecken sich durch Lavaßuss entstandene, natürliche Korridore. In den Jahren seit der Inanspruchnahme des Drachenbrunnens durch den Drachenkult haben Kultisten die natürlichen Kavernen vergrößert und neue Kavernen ausgehoben. Die meisten Eingänge zu den Lavahöhlen sind durch sicht- bare Pfade entlang der Vulkanhänge leicht auszumachen.
Eingang 2A wird nicht oft benutzt, sodass die Charaktere ihn ohne sorgfältige Suche wahrscheinlich übersehen werden. Eingang 3 wird niemals benutzt; die Kultisten glauben, dass er nach einem Einsturz vor sechzigJahren immer noch unpassierbar sei. ALLGEMEINE MERKMALE Korridore. Die Gänge in den Lavahöhlen haben Durch- messer zwischen 4,50 m und 7,50 m. Sie sind groß genug, dass Drakolichs und Drachen sich problemlos hindurch- bewegen können. Licht.
In den Gängen der Lavahöhlen herrscht durch in großen Abständen an den Wänden hängende Lampen und Fackeln dämmriges Licht. In Kammern innerhalb des Drachenbrunnens herrscht helles Licht, solange nichts anderes angegeben ist. Geräusche. Das tiefe, aus Bereich 8 dringende Dröhnen des Draakhorns ist im Drachenbrunnen allgegenwärtig. Gemeinsam mit den Aktivitäten des Kults in und über den Kavernen bildet es ein stetes Hintergrundgeräusch, dass sich durch das Gestein ausbreitet.
Kampfgeräusche bleiben unbemerkt, wenn der Kampf nicht länger dauert als 3 Runden oder wenn der Kampf in einem Abstand von 60 m oder mehr zu Kreaturen stattfindet, die ihn hören könnten. Besonders laute Geräusche, wie etwa das des Zaubers Donnerwoge, sind jedoch leicht zu hören. IM DRACHENBRUNNEN Nun, da die Zeit für das Ritual näher rückt, wimmelt es im Drachenbrunnen nur so vor Kultisten und ihren Verbündeten.
Unabhängig davon, ob sie Heimlichkeit nutzen oder sich als Kultisten verkleiden, können die Charaktere vom Krater- rand leicht die Eingänge der Lavahöhlen und den gewaltigen Tempel sehen. Sobald sie den Drachenbrunnen jedoch betreten, erweisen Verkleidungen sich als ineffektiv. Die Kultisten, die in den Kavernen arbeiten oder sie bewachen, sind in höchster Alarmbereitschaft und nutzen ein komplexes System aus Kontrollen und Losungen, um sich gegen Spione und andere Feinde zu schützen.
Da das Ritual schon weit fortgeschritten ist, wurden alle Kultisten angewiesen, Streife zu gehen oder sich für die Schlacht vorzubereiten. Falls die Charaktere