ganzen Land zerfa11en uralte Denkmäler und magische Wunder vor dem Schleier - die Nebel sind hungrig. Darkon war einst der Kerker des Lichs Azalin Rex. Die Domäne erstreckt sich zwischen zwei Ozeanen und weist zahlreiche mittelalterliche Städte und Denkmäler vergessener Magier-Tyrannen auf.
Azalin ignorierte seine Ro11e als Herrscher weitgehend und hielt sich in Abgeschiedenheit auf, wo er magische Schandtaten ausheckte und Prophezeiungen manipulierte, um sich aus dem Griff der Dunklen Mächte zu winden. Schließlich hatte er Erfolg und schuf ein magisches Ereignis, das die ganze Domäne erschütterte: die Stunde seines Aufstiegs. Der Dunkle Fürst verschwand - und Darkon veränderte sich.
Seit Azalins Verschwinden steht ein merkwürdiger goldener Stern am Himmel, der Königsträne genannt wird, und jeden Abend wabern die Nebel um die Domäne vor verborgener Aktivität und kriechen landeinwärts. Diese Nebel sind in der Domäne nun als der Schleier bekannt. Sie erodieren Darkons Grenzen. Wer dem Schleier entkommt, berichtet über eigenartige Schatten und Formen darin. Niemand weiß, was aus dem Land wird, das im Schleier verschwindet. Wer sich dort hinbegibt, kehrt nicht zurück.
Trotz der a1lmählichen Auslöschung ignoriert die lebendige Bevölkerung Darkons die Gefahr und tut die Berichte über verschwundene Regionen als Gerüchte und Panikmacherei ab. Die Domäne zerfä11t zu Inseln, und Ambitionierte streiten um Azalins Macht. Jeder behauptet, offenkundiger Nachfolger des verlorenen Königs zu sein. Diese Möchtegern-Tyrannen schieben einander die Schuld an der Auflösung der Domäne zu und behaupten, nur sie könnten Darkon retten, indem sie sein A11einherrscher werden.
BE SONDERE MERKMALE Wer Darkon kennt, weiß folgende Tatsachen: Die Nebel haben Darkon in vier Regionen aufgeteilt: die Zackenküste, Lychtor, die Nebe1lande und Rexkron. Azalin Rex, König von Darkon, verschwand in der Stunde des Aufstiegs. Seitdem steht ein unbeweglicher Stern am Himmel, der Königsträne genannt wird. Sonne und Mond ziehen täglich hinter diesem Stern vorbei. Die nationale Geheimpolizei Kargat ist in Darkons größten Städten besonders aktiv: Martirabai und II Aluk.
Stirbt ein Humanoider, erhebt seine Leiche sich in der folgenden Nacht als Untoter und schlurft davon. Leichen werden hier sofort verbrannt, um dies zu verhindern. CHARAKTERE AUS DARKON Darkon hat besonders vielfältige menschliche und nicht- menschliche Bewohner.
In den Städten der Domäne leben diverse Menschengruppen, aber es gibt auch Gemeinschaften, in denen vorwiegend andere Völker leben, darunter die Zwerge und Orks der Tempe-Fälle, die Elfen von Neblus und Bad Nevuchar, die Gnome und Halblinge von Mayvin und die Drachenblütigen und Drow von Vradlock. In Darkon finden Kreaturen aller Arten ein Zuhause. Wenn die Spieler Charaktere aus Darkon erstellen, frage sie folgendes: Aus welchem Teil Darkons stammst du?
Kommst du von der mysteriösen Zackenküste, aus den dekadenten landen von Rexkron oder aus den gruseligen Nebellanden? Bist du in einer Gemeinschaft aufgewachsen, in der deinesgleichen in der Mehrzahl waren? Wie hat der Schleier dein Leben beeinflusst? Wurde dein Zuhause vom Schleier verschlungen? Sind Angehörige von dir verschwunden? Oder hältst du den Schleier für einen Aberglauben deiner Zeitgenossen? Wie verhindert deine Gemeinschaft, dass die Toten sich erheben?
Ist das Verbrennen von Leichen tabu oder alltägliche Praxis? Welche Unglücke hast du schon bei Begräbnissen gesehen? SIEDLUNGEN UND SCHAUPLÄTZE Darkon ist ein Land der dunklen Wunder und der Gleich- gültigkeit. Überall sind die Ruinen vergessener magischer Imperien und unmögliche Architektur zu finden, aber die erschöpften Leute ignorieren diese Wunder und kümmern sich um die Sorgen ihres Alltags.
BURG AVERN US In der Vorste11ung der Leute Darkons war die Burg Avernus das Heiligtum ihres erhabenen Königs und die Zitade1le, von der aus er über sein Volk wachte. Tatsächlich war Avernus eine finstere Spukfestung mit Azalins tödlichsten Dienern und seinen magischen Abartigkeiten. Das änderte sich in der Stunde des Aufstiegs. Die Burg Avernus wurde von einem außerweltlichen Feuer in einer Explosion zerstört, die auf halbem Wege erstarrte.
Nun hängt sie in der Luft, ihre Kammern, Labore und Krypten voneinander abgetrennt. Die Magie in den Steinen der Festung versucht, die zerstörte Burg zu flicken, und lässt zwischen den Fragmenten neue Korridore und Treppen entstehen. Diese surrealen Ruinen können das magische Strahlen aus dem Herzen der Burg nicht verbergen - ein Überrest der magischen Gewalt, von der die Burg zerstört und die Stunde des Aufstiegs eingeläutet wurde.
Diese mysteriöses Kraft zieht nun Geister aus ganz Darkon an, um sie für eine fortlaufende magische Reaktion zu benutzen. Trotz der Zerstörung ist die Burg Avernus nicht verlassen. Azalins Schätze und ehemalige Diener haben die Explosion überstanden, darunter Ebbasheyth, schwarzer Schatten- drache und Beraterin des Dunklen Fürsten, die riesige Bibliothek mit den Erinnerungen aller, die in Darkon sterben, und das Grab, in dem Azalins Sohn Irik Zal'honan spukt.
ILALUK II Aluk ist die Stadt der Türmchen, der grinsenden Gargyle und der Elite Darkons. Ihre Fassade kosmopolitischer Pracht kann die zerfallende soziale Ordnung nicht verbergen. \(Uste ,v.ett () ··- Q''b ab Wrackm ~7f1i ,.., .,.'[ij_. : Stiller l - 2.om KART E 3.3: 0ARKON. Lychtor II Aluk ist von den Häfen anderswo in
Kraft zieht nun Geister aus ganz Darkon an, um sie für eine fortlaufende magische Reaktion zu benutzen. Trotz der Zerstörung ist die Burg Avernus nicht verlassen. Azalins Schätze und ehemalige Diener haben die Explosion überstanden, darunter Ebbasheyth, schwarzer Schatten- drache und Beraterin des Dunklen Fürsten, die riesige Bibliothek mit den Erinnerungen aller, die in Darkon sterben, und das Grab, in dem Azalins Sohn Irik Zal'honan spukt.
ILALUK II Aluk ist die Stadt der Türmchen, der grinsenden Gargyle und der Elite Darkons. Ihre Fassade kosmopolitischer Pracht kann die zerfallende soziale Ordnung nicht verbergen. \(Uste ,v.ett () ··- Q''b ab Wrackm ~7f1i ,.., .,.'[ij_. : Stiller l - 2.om KART E 3.3: 0ARKON. Lychtor II Aluk ist von den Häfen anderswo in der Domäne isoliert, und die Adligen halten die Illusion von Reichtum aufrecht, während ihre Mittel in Wahrheit schwinden.
Sie geben ihr Leid an ihre Dienerschaft weiter, wodurch die Bevölkerung in Armut gerät und Gewalttätigkeiten von Aufständen bis zu Attentaten alltäglich sind. Die Adligen wurden nervös und brachten Madame Eris an die Macht. Deren elitäre Grausam- keiten und falsche Erinnerungen führten zu einer Serie bru- taler Morde einerseits und rauschender Bälle andererseits. MARTIRABAI Der neblige Hafen von Martirabai hat schon so manches Mys- terium gesehen.
Die Stadt ist ein Handelszentrum und wird regelmäßig von gruseligen Schiffen aus mysteriösen Landen besucht. Sie bringen so viele Seltsamkeiten nach Martirabai, dass die Einwohner gegenüber Wundern schon ganz abgest- umpft sind. Dies wiederum hilft ihnen dabei, nicht aufzufallen und der Aufmerksamkeit von Darkons Geheimpolizei Kargat zu entgehen, die ihre domänenweiten Verschwörungen in der berüchtigten Festung der Stadt schmiedet, dem Schwarzen Turm.
Mehr Details zu Kargat finden sich unter „Andere Grup- pen" weiter hinten in diesem Kapitel. In Martirabai treiben unvergleichlich viele Serienmörder ihr Unwesen, darunter der Mitternachtsschlitzer, die Spinne und die Weinende Frau. Die überforderte Gendarmerie hat Hilfe von Spiritisten und professionellen Detektiven wie der Agentur Strahl und den Detektiven der Dämmerung angefordert. JBarkon ar von ,'hodite 'ij, -~ 'i\ •lS~\ 1lW 1t "i>ciri(<) . ~ :··9. ~ <!'!"' •'\\ '(~~ • ·r,• ~ .
)~{~ql• ~ )~ ""' ,,,., ~,y1 ~ rac:1[~.!<4&- :}y BAD NEVUCHAR Bunte chemische Laternen beleuchten die ausgehauenen Klippenpfade von Bad Nevuchar hinab zum Nachtmeer und die Treppen hinauf zu den berühmten Höhlenbädern in den nahen Hügeln. Hier studieren die Elfenmystiker der Stadt, bekannt als der Ewige Orden, Alchemie und die raren Eigenschaften ihrer berühmten bernsteinfarbenen heißen Quellen.
Ihre Traditionen und Methoden sind geheim, doch lässt sich die Wunderwirkung der Anwendungen nicht leugnen. Wer Heilung oder Entspannung braucht, besucht üppige Kurmöglichkeiten wie die im berühmten Cascana-Sanatorium. Bei allen Wunderheilungen kommt es allerdings auch manchmal zu psychischen Veränderungen. Die Nevucharer tun diese Gefahren mit dem Aphorismus und Kur-Werbespruch ab: ,,Man kann sein altes Ich nicht früh genug abwaschen." R IVALIS Idylle ist in Rivalis ein Lebensstil.
In der Stadt leben Halbling-Fischer und -Kulinariker, und alteingesessene Menschenfamilien besiedeln Anwesen rund um die nahen Seen. Wenn Briganten die Stadt gefährden oder Fischerboote als Opfer des Seemonsters Wolfskopf-Wylie verschwinden, so wird das nur kurz als „unglücklich" verstanden. Werden solche Ereignisse in den größeren öffentlichen Einrichtungen der Stadt wie im Alten Nuck oder dem Ritter der Verlorenen Ziege diskutiert, so folgt meist umgehend ein Themenwechsel.
ERBEN DARKONS Seit dem Verschwinden von Azalin Rex hat Darkon keinen Dunklen Fürsten mehr. Drei Personen beanspruchen Azalins Rang als Domänenherrscher, ohne jedoch zu wissen, was das bedeutet. Außerdem können diese Personen die Domänengrenzen weder öffnen noch schließen. ALCIO „BARON" METUS Alcio stand ihrem Bruder Baron nie besonders nahe, auch nicht, nachdem ein Kargat-Vampir beide in untote Diener verwandelt hatte. Als ihr Schöpfer vernichtet wurde, gingen Alcio und Baron getrennte Wege.
Erst Jahre später erfuhr Alcio vom Tod ihres Bruders durch die Hände von Rudolph van Richten, einem Doktor aus Rivalis - mehr Details unter „Einsame Reisende" am Ende des Kapitels. Sie wollte Rache, doch van Richten war schon weitergezogen, und seine Spuren verloren sich in den Nebeln. Alcio suchte im Haus Richten, seinem Familien- anwesen, nach Hinweisen, wo der Doktor sich aufhalten mochte. Dabei stieß sie auf den Geist von Rudolphs Frau, Doktor Ingrid van Richten.
Trotz Angeboten und massiven Drohungen konnte Alcio Ingrid nichts weiter entlocken als psychologische Diagnosen und amüsierte Herablassung. Außer sich suchte die Vampirin nach anderen Möglichkeiten, den Mörder ihres Bruders zu finden. In Martirabai fand Alcio Barons Verbündete im Kargat. Mit Unverfrorenheit und Gewalt gelang es ihr, den Rang ihres Bruders zu übernehmen und das Gerücht zu unter- mauern, dass er einen Adelstitel hatte.
Als Baron Metus machte Alcio Karriere bei den geheimdienstlichen und den kriminellen Vereinigungen, die der Kargat dominierte. Als Azalin verschwand, nutzte Alcio ihre Verbindungen mit den lebendigen Kriminellen gegen die überwiegend vampirischen Anführer des Kargats. Diese hatten gegen die nunmehr verbündeten Vampirjäger keine großen Chancen: Der Kargat zerbrach, und Alcio übernahm den Schwarzen Turm. Heute schickt Alcio ihre Agenten durch ganz