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Sturmkönigs Donner

Regeln: 5e Sprache: de

Buch-ID: sturmk-nigs-donner · 256 Seiten

Seite 65 Abschnitte: 2

KAPITEL 3 j DAS WILDE GRENZLAND haben. Dazu gehören das sagenumwobene Illusk (das heutige Luskan), Eigersstor (das heutige Neverwinter) und Nimoars Feste (das heutige Waterdeep). Diese frühen Nordländer be- wirtschafteten das felsige Küstenland, fischten in küstennahen Gewässern und jagten Seehunde sowie Wale auf offener See. Einige wenige Stämme der Nordländer wagten sich, das orkverseuchte Innere des Wilden Grenzlandes zu erkunden.

Sie wurden zu den Vorfahren der Uthgardt-Barbaren und den heutigen Einwohnern des Eiswindtals. Obwohl die Nordländer häufig als Barbaren bezeichnet werden, trifft diese Beschreibung nicht für alle zu. Entlang der Schwertküste sind einige Stämme sehr zivilisiert geworden, hauptsächlich durch das Wachstum der Küstenstädte und den zunehmenden Einfluss von Außenseitern. Diese Menschen bestellen das Land, fischen und graben auf ihrem zerklüfteten Land nach Erzen.

Ihre Waren verkaufen sie anschließend gewinnbringend an fremde Käufer. Viele einst gefürchtete Stämme haben sich zu Händlern entwickelt, deren Handels- talente den Kriegstalenten ihrer Vorfahren in nichts nach- stehen, diese sogar übertrumpfen. Dadurch erbeuten viele nordländische Händler mehr als ihre räuberischen Nachbarn. REGHED-BARBAREN Die frostige Tundra des Eiswindtals ist die Heimat der nomadischen Reghed-Barbaren.

Sie sind nach dem Reghed- Gletscher benannt, einer hoch aufragenden Wand aus Eis an der Ostgrenze ihres Gebiets. Sie sind sichtbar größer als die meisten Südländer, und einige Männer können nahezu zwei Meter zehn groß werden. Sie haben blaue Augen und blonde, rote oder hellbraune Haare. Ihre Haut ist von der Sonne braun gebrannt und vom Wind zerklüftet, was ihren Gesichtern den Anschein von ausdruckslosen Masken aus hartem Leder gibt. Sie kleiden sich in Leder und Fell.

Einst durchstreifte eine Vielzahl von Reghed-Stämmen den eisigen Norden. Heutzutage gibt es wegen der vielen Kriege mit Orks und Kämpfen untereinander, nicht zu vergessen dem Vormarsch der Zivilisation, nur noch vier Reghed-Stämme. Sie folgen den Rentierherden auf ihren jährlichen Wanderungen nach Süd- westen im Winter und nach Nordosten im Sommer. Die Bar- baren leben in großen, runden Zeiten aus Rehhaut und Stütz- pfeilern aus Holz oder Walknochen.

In der Vergangenheit waren Reghed-Stämme dafür bekannt, die Vorräte der Zehnstädte zu plündern. Heutzutage versucht der Stamm des Elches mit den zivilisierteren Leuten der Zehn- städte in Frieden zu leben. Die anderen drei Reghed-Stämme, der Stamm des Tigers, der Stamm des Wolfes und der Stamm des Bären, attackieren sich eher gegenseitig, als ihre zivilisierteren Nachbarn anzugreifen. Sie kämpfen um ihren Lebensunterhalt und riskieren dabei ihre eigene Ausrottung.

Ein einzelner Reghed-Stamm besteht aus kleineren Klans, die im Eiswindtal verstreut leben.Jeder dieser Klans hat einen eigenen Häuptling. Die Häuptlinge wählen den mächtigsten unter ihnen aus, um ihr König oder ihre Königin zu sein, um den sie sich in Zeiten der Not scharen. Wenn der Monarch stirbt, kommen die Häuptlinge des Stamms zusammen, um einen neuen zu wählen. Streitigkeiten über die Ernennung zum König oder zur Königin werden in nicht- tödlichem Kampf entschieden.

Ohne vereinenden Anführer ist ein Reghed-Stamm zerstreuter und anfälliger für seine Feinde. Daher sind die Häuptlinge daran interessiert, einen der ihren als obersten Herrscher zu bestimmen. Ein Häupt- ling, der zum König oder zur Königin ernannt wird, trägt diesen Titel bis zu seinem oder ihrem Tod. Reghed-Barbaren hassen Orks. Der Stamm des Bären, des Elches und des Tigers legen ihre Streitigkeiten beiseite, wenn es darum geht, Orks zu vernichten.

Diese Stämme ver- einigen sich auch, um gegen weiße Drachen und Frostriesen zu kämpfen, da diese Kreaturen die Nahrungsquellen im Eiswindtal gefährden. Der Stamm des Wolfes und sein wahn- sinniger König, Isarr Kronenstrom, verbündet sich nicht mit anderen Stämmen. Sie sind so bösartig und blutrünstig wie sie unnahbar sind. Die Königinnen und Könige der anderen Stämme hätten den Stamm des Wolfes ausgelöscht, aber der Wollkönig und seine Anhänger sind geübt darin, die Fallen ihrer Rivalen zu umgehen.

STAMM DES BÄREN Einer der beiden verbleibenden Häuptlinge des Stammes des Bären, Wolvig Barrundson, war vor Kurzem unter den Einfluss des Bösen geraten. Er hatte sich mit einem übernatürlichen Wesen, das als die Eishexe bekannt war, verbündet. Ihr Ab- leben besiegelte auch Wolvigs Schicksal. Dadurch konnte sich der letzte Häuptling, Günvald Halraggson, zum Bärenkönig ernennen. Er versucht, ehrenhaft zu handeln, doch in ihm gibt es keine Gnade, und er ändert seine Meinung nur mühsam.

Es fällt ihm schwer, sich mit den Zehnstädtern und anderen zivilisierten Leuten verbunden zu fühlen, weswegen er ver- sucht, sie zu meiden. STAMM DES ELCHES Großteils lebt der Stamm des Elches in Frieden mit den Zehn- städtern. KönigJarund Elkhardt, eine imposante Gestalt, herrscht über seine Leute mit Weisheit und Fürsorge. Er hat andere Könige aufsteigen und fallen sehen, hat mit Freunden Krieg geführt und mit Feinden Frieden geschlossen.

Krieger, die er seit ihrer Geburt kannte, hat er in den Tod in der Schlacht geführt. Die Last der langen Jahre ist ihm ins Gesicht geschrieben. STAMM DES TIGERS Es ist unüblich für eine Frau, einen Reghed-Stamm zu führen, aber Bjornhild Solvigsdottir ist keine gewöhnliche Frau. Die furchtlose Frau von König

mühsam. Es fällt ihm schwer, sich mit den Zehnstädtern und anderen zivilisierten Leuten verbunden zu fühlen, weswegen er ver- sucht, sie zu meiden. STAMM DES ELCHES Großteils lebt der Stamm des Elches in Frieden mit den Zehn- städtern. KönigJarund Elkhardt, eine imposante Gestalt, herrscht über seine Leute mit Weisheit und Fürsorge. Er hat andere Könige aufsteigen und fallen sehen, hat mit Freunden Krieg geführt und mit Feinden Frieden geschlossen.

Krieger, die er seit ihrer Geburt kannte, hat er in den Tod in der Schlacht geführt. Die Last der langen Jahre ist ihm ins Gesicht geschrieben. STAMM DES TIGERS Es ist unüblich für eine Frau, einen Reghed-Stamm zu führen, aber Bjornhild Solvigsdottir ist keine gewöhnliche Frau. Die furchtlose Frau von König Korold kämpfte in vielen Schlachten an seiner Seite. Nachdem ein Frostriese Korold erschlagen hatte, nahm die herausragende Bjornhild seinen Platz ein.

Bjornhild betet Auril die Frostmaid an und ist derart skrupellos, dass ihre Feinde glauben, in ihren Adern fließe tat- sächlich Eis. STAMM DES WOLFES Geschwächt von Kämpfen war der Stamm des Wolfes drei Winter lang ohne König oder Königin. Sein stärkster Häupt- ling, Isarr Kronenstrom, ist ein blutrünstiger Tyrann, der Malar, den Bestienfürsten, anbetet. Er jagt Zehnstädter zum Spaß und verbreitet Angst und Schrecken in den Herzen seiner Feinde.

Viele seines Stammes glauben, er sei der Aus- erwählte des Maiar. Mehrere Mitglieder von Isarrs Klan sind desertiert oder wurden von rivalisierenden Stämmen getötet. Die übrigen sind bis zuletzt loyal. Obwohl Isarrs Klan in den zurückliegenden Jahren zunehmend geschrumpft ist, fürchten ihn die anderen Wolfshäuptlinge. Sie sind zu schwach, um ihn herauszufordern. Sie haben auch Angst davor, sich mit den anderen Reghed-Stämmen gegen Isarr zu verbünden.

Obwohl sich Isarr Wolfskönig nennt, unterstützen nur wenige andere im Wolfstamm seinen Anspruch. KAPITEL 3 1 DAS WILDE GRENZLAND UTHGARDT-BARBAREN Die Uthgardt-Barbaren sind ein schwarzhaariges und blau- äugiges Volk. Sie sind hochgewachsen, rüstig, blutrünstig und von unmenschlicher Gesinnung. Kaum ein Uthgardt ist bereit, mit zivilisierten Wesen zu handeln. Die meisten sind bösartige Räuber, die jede Karawane oder Heimstätte, die sie finden, plündern und vernichten.

Uthgardt-Barbaren haben ihren Namen von Uthgar Gardolfsson, einem mächtigen Helden-Häuptling, der mit Riesen gekämpft und weite Teile des Nordens erobert hat, be- vor er zur Göttlichkeit aufstieg. Neben Uthgar verehrt jeder Stamm ein Tiergeisttotem, nach dem der Stamm benannt ist. Eine Vielzahl von Uthgardt-Stämmen wurde über die Jahre vernichtet. Mindestens einer dieser vorher für ausgestorben gehaltenen Stämme ist in großer Mannstärke zurückgekehrt.

Zurzeit gibt es elf bekannte Uthgardt-Stämme, die im Norden verstreut sind. Jeder Stamm beansprucht ein großes Stück der Wildnis als seine Jagdgründe. Dieses Gebiet überlappt sich oft mit den Jagdgründen anderer Uthgardt-Stämme, ebenso wie mit den Gebieten, die zivilisierte Rassen, Orks, Drachen, Goblinoide und andere Monster beanspruchen. Begegnungen mit Uthgardt-Barbaren können beinahe überall im Wilden Grenzland stattfinden.

Uthgardt sprechen eine eigene Sprache (Bothii genannt), die kein Alphabet besitzt.Jeder Stamm setzt sich aus mehreren weit verstreuten Klans zusammen, von denen jeder einen eigenen Häuptling und einen Stammesschamanen besitzt. Die Häuptlinge eines Stammes wählen einen der ihren zum Groß- häuptling des Stammes. Er besitzt Macht, die mit der eines Monarchen vergleichbar ist. Uthgardt-Barbaren begraben ihre Toten unter Stein- und Erdhügeln.

Diese Grabstätten sind im ganzen Norden an abgelegenen Orten verteilt. Jeder Uthgardt-Stamm hat einen Geisterhügel, an dem die Mitglieder des Stammes zu- sammenkommen, um Uthgar und ihre Vorfahren zu ehren, ihrem Geisttiertotem Opfer darzubringen und einen neuen Großhäuptling zu wählen, wenn der alte stirbt.

Die Uthgardt glauben, dass ihre Vorfahren ihre Geisttotems unter diesen Hügeln eingeschlossen haben, sodass sie und ihre Nach- fahren mit den Geistern kommunizieren und deren Stärke erhalten können. Uthgardt-Barbaren fürchten Magie so sehr, dass sie ver- suchen, jeden Zauberwirkenden, den sie treffen, zu töten und zu zerstückeln. Stammesschamanen werden nicht angegriffen, da ihre Kräfte von den Geistern der toten Vorfahren stammen.

(Siehe Anhang C für weitere Informationen über die Uthgardt-Schamanen.) Uthgardt sind Jäger und Sammler. Mit einer einzigen Aus- nahme bauen sie keine Häuser oder dauerhafte Siedlungen. Sie bevorzugen einen nomadischen Lebensstil. Von allen ihrer Feinde hassen Uthgardt Orks am Meisten. Selbst rivalisierende Stämme verbünden sich gegen eine marodierende Orkhorde. Die Uthgardt behandeln Riesen mit ähnlicher Abscheu.

Die Legenden der Barbaren sind voller Geschichten, in denen böse Riesen ihre Vorfahren erschlugen und Uthgars Aufstieg zur Göttlichkeit bedrohten. STAMM DES BAUMGEISTES Nach Jahren des Konflikts mit anderen Uthgardt-Stämmen und den Elfen des Hohen Waldes haben sich die Baumgeister selbst zum Beschützer des Großvaterbaums ernannt. Diese selten gesehenen Uthgardt teilen den Hohen Wald mit den ortsansässigen Elfen.

Großhäuptling Boorvald Orkfluch, ge- treu seinem Namen, jagt Orks und führt Angriffe gegen die primitiven Festungen der Eisschild-Orks entlang der West- seite des Waldes. Boorvald hat sechs Söhne und drei Töchter. Jeder von ihnen trägt einen Schwurbogen als Zeichen der KAPITEL 3 1 DAS WILDE GRENZLAND Freundschaft von den Elfennachbarn des Stammes. Unter den Baumgeistern leben auch Mitglieder anderer Uthgardt- Stämme,

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