Abscheu. Die Legenden der Barbaren sind voller Geschichten, in denen böse Riesen ihre Vorfahren erschlugen und Uthgars Aufstieg zur Göttlichkeit bedrohten. STAMM DES BAUMGEISTES Nach Jahren des Konflikts mit anderen Uthgardt-Stämmen und den Elfen des Hohen Waldes haben sich die Baumgeister selbst zum Beschützer des Großvaterbaums ernannt. Diese selten gesehenen Uthgardt teilen den Hohen Wald mit den ortsansässigen Elfen.
Großhäuptling Boorvald Orkfluch, ge- treu seinem Namen, jagt Orks und führt Angriffe gegen die primitiven Festungen der Eisschild-Orks entlang der West- seite des Waldes. Boorvald hat sechs Söhne und drei Töchter. Jeder von ihnen trägt einen Schwurbogen als Zeichen der KAPITEL 3 1 DAS WILDE GRENZLAND Freundschaft von den Elfennachbarn des Stammes. Unter den Baumgeistern leben auch Mitglieder anderer Uthgardt- Stämme, die ihren Weg zum Großvaterbaum gefunden haben.
Dort haben sie ein gewisses Maß an Erleuchtung er- langt, woraufhin sie ihre Stammesbindungen hinter sich gelassen haben, um sich mit den Baumgeistern dem Schutz des Baumes zu widmen. STAMM DES BLAUEN BÄREN Der östlichste Stamm der Uthgardt, der Stamm des Blauen Bären, gilt seit einem Jahrhundert als ausgelöscht. Kürzlich sind wieder Klans aufgetaucht, die den Hohen Wald heim- suchen.
Sie haben damit begonnen, sich im Delimbiyrtal zwischen den Netherbergen und dem Nordrand des Hoch- moors auszubreiten, da keine anderen rivalisierenden Uthgardt dieses Territorium für sich beanspruchen. Die Blauen Bären sind bemüht, sich versteckt zu halten, wenn sie zu ihrem Geist- hügel bei Steinplatz reisen oder von dort zurückkehren. So be- wahren sie den Mythos ihres Aussterbens. Der Großhäuptling des Stammes ist eine einfallsreiche, alte Frau namens Kriga Mondduft.
Sie reist auf einem mit Pelzen gepolsterten Stuhl, der von vier Stammeskriegern getragen wird. STAMM DES DONNERBIESTES Der Geisthügel des Donnerbiest-Stammes, eine knochenüber- säte Anhöhe namens Morgurs Hügel liegt zwischen den Stein- klippen. Mitglieder des Stammes haben den Ort seit Jahren nicht besucht. Es gab ebenso keine Begegnungen mit den Donnerbiest-Angehörigen in ihrem favorisierten Jagdgebiet in der Umgebung der Steinklippen.
Großhäuptling Harthulk Hornspeer ist ein monströser Mann mit einer furchtbaren Fratze und Haut, die so rissig und hart wie Dinosaurierleder ist. Er hat die Donnerbiest-Klans davon überzeugt, sich in den Tiefen des Lauerwaldes zu verstecken. Dort bewaffnet er sie, um einer Stampede gleich durch die Surbrinhügel und das Dessarintal nach Süden zu ziehen. Es wird ein mutiger Vor- stoß, der nicht enden soll, bis seine Leute oder ihre Feinde vernichtet sind.
STAMM DES ELCHES Der Elch-Stamm (nicht zu verwechseln mit dem Stamm des Elches der Reghed-Barbaren) durchwandert das Immermoor und die Gebiete nördlich des Dessarinflusses zwischen Yartar und Noanars Feste. Die Elch-Barbaren verachten die Zivilisation. Ihr Geisthügel ist ein schroffer Steinturm in den südöstlichen Surbrinhügeln, Feuersteinfels genannt.
Der Großhäuptling des Elch-Stammes ist Rond Vaarson, ein alter, kampfgestählter Krieger, der in seinem Leben so viel Blut ver- gossen hat, dass es ihn nicht mehr danach verlangt. Jüngere Häuptlinge warten darauf, dass er stirbt, sodass sie um die Ehre seiner Nachfolge konkurrieren können. Rondjedoch hat nicht vor, diese Welt so bald zu verlassen. STAMM DER GRAUEN WÖLFE Die Grauwolf-Barba ren sind mörderische Werwölfe, die in Rudeln mit gewöhnlichen Wölfen jagen.
Sie jagen und töten jene, die ihre Angriffe überleben, um die Ausbreitung der Lykanthropie unter Nichtmitgliedern des Stammes zu verhindern. Grauwolf-Rudel (wie sich die Klans selbst be- zeichnen) können im ganzen Norden angetroffen werden, sogar an der Schwertküste im Westen und dem Delimbiyrtal im Osten. Abenteurer aus Neverwinter haben vor Kurzem den vorherigen Großhäuptling der Grauwölfe, Syken Nachtbrand, erschlagen.
Envir Sykensdottir hat das Rudel ihres Vaters übernommen und plant einen Angriff auf Neverwinter, um zu beweisen, dass sie zum nächsten Großhäuptling ernannt werden sollte. STAMM DES GREIFEN Der Großhäuptling des Stammes des Greifen, Halric Knochen- brecher, ist der Urenkel von Kralgar Knochenbrecher, welcher vor vielen Jahren von Orks getötet wurde. Wie seine Vorfahren hat Halric das Verlangen, die Städte des Nordens auszu- löschen.
Sein Stamm hat sich jedoch in letzter Zeit zu viele Feinde gemacht, und seine Zahl schrumpft. Der Stamm hält eine dauerhafte, ummauerte Siedlung in den Surbrinhügeln, Greifennest genannt. Heute ist es eher ein bewachtes Lager als der einladende Handelsposten, der es einst gewesen ist. Der Geisthügel des Stammes, Strahlendweiß, befindet sich nord- östlich der Siedlung nahe eines Kanals des Surbrinflusses.
Einige der vom Leben erschöpften Stammesangehörigen glauben, dass der Knochenbrecherklan Uthgars göttliche Gunst verloren habe. Halric versucht, derartige Behauptungen zu entkräften, indem er kühne Überfälle inszeniert. Greifen- Barbaren unternehmen Raubzüge von der Schwertküste im Westen bis zu den Silbermarschen im fernen Osten. Sie sind auch dafür bekannt, Heimstätten und Bauernhöfe im Dessarintal nördlich von Dreieber und Yartar zu plündern.
STAMM DES GROSSEN WURMES Der Stamm des Großen Wurmes unterliegt dem Einfluss eines brutalen Häuptlings namens Wurmblod. Der Geist- hügel des Stammes befindet sich in der Großwurm-Höhle im Grat der Welt. Wurmblod und sein Stamm stoßen nur selten aus dieser Höhle hervor, um ihr Territorium zu ver- teidigen. Es umschließt die umgebenden Berge, den
der Siedlung nahe eines Kanals des Surbrinflusses. Einige der vom Leben erschöpften Stammesangehörigen glauben, dass der Knochenbrecherklan Uthgars göttliche Gunst verloren habe. Halric versucht, derartige Behauptungen zu entkräften, indem er kühne Überfälle inszeniert. Greifen- Barbaren unternehmen Raubzüge von der Schwertküste im Westen bis zu den Silbermarschen im fernen Osten. Sie sind auch dafür bekannt, Heimstätten und Bauernhöfe im Dessarintal nördlich von Dreieber und Yartar zu plündern.
STAMM DES GROSSEN WURMES Der Stamm des Großen Wurmes unterliegt dem Einfluss eines brutalen Häuptlings namens Wurmblod. Der Geist- hügel des Stammes befindet sich in der Großwurm-Höhle im Grat der Welt. Wurmblod und sein Stamm stoßen nur selten aus dieser Höhle hervor, um ihr Territorium zu ver- teidigen. Es umschließt die umgebenden Berge, den Fell- Pass, die Frosthügel, den Lauerwald und die nördlichen Bereiche der Silbermarschen.
Die Großwürmer begeben sich auch zu den Steinklippen und den Ebenen westlich der Surbrinhügel, wenn die Nahrung knapp wird. Wo er auch hingeht, bringt Wurmblod Krieg und hortet allen Reichtum, den er finden kann. STAMM DES HIMMELSPONYS Während des Kriegs der Silbermarschen haben Himmelspony- Barbaren die Orks, die aus den Bergen strömten, bedrängt und angegriffen. Großhäuptling Arnzan Vashk wurde in so einer Auseinandersetzung schwer verletzt. Eine Orkspeerspitze blieb in seiner Brust stecken.
Er widersetzt sich dem Ver- such, sie zu entfernen und versucht den Schmerz, den sie ver- ursacht, zu verbergen. Er weiß nicht, dass die Spitze der Waffe kurz davor ist, sein Herz zu durchbohren und ihn zu töten. Die Rivalen des Großhäuptlings umkreisen ihn wie Haie und bereiten sich darauf vor, ihn abzusetzen. Der Geisthügel des Stammes, der Eine Stein, liegt im Mondwald.
STAMM DES ROTEN TIGERS Der wilde Stamm des Roten Tigers teilt seinen Geisthügel bei Beorunnas Quelle mit dem Stamm der Schwarzen Löwen. Das Bündnis zwischen den Stämmen ist unsicher und ihr Ver- hältnis gespannt. Während die Schwarzen Löwen Siedlungen in den Silbermarschen generell vermeiden, greifen die Roten Tiger sie häufig an. Sie lauern außerdem Karawanen auf und meiden geschickt die stark bemannten Festungen, die zum Schutz der Straßen der Region erbaut wurden.
Der Stamm greift sogar gelegentlich Boote auf dem Rauvinfluss an. Vor Kurzem sind Jäger der Roten Tiger in die Wälder, die die S ilbermarschen umgeben, eingewandert und führen Streif- züge in die von Elfen kontrollierten Regionen des Hohen Waldes. Sie versuchen den Großvaterbaum zu finden und für sich zu beanspruchen. Seriska Hungerschlund ist der Groß- häuptling des Stammes. Sie ist skrupellos, jedoch vorsichtig.
STAMM DES SCHWARZEN LÖWEN Der Stamm des Schwarzen Löwen durchstreift die nördlichen Silbermarschen und den Druarwald. Sein Geisthügel liegt an Beorunnas Quelle (welchen er sich mit dem Stamm des 68 Roten Tigers teilt). Die Schwarzen Löwen sind dafür bekannt, in harten Wintern schwach geschützte Heimstätten auf der Suche nach Nahrung und Vorräten auszuplündern. Der Groß- häuptling der Schwarzen Löwen, Stellok Kolraavi, trägt eine Rüstung aus Orkhaut und hat einen furchterregenden Ruf.
Seine jüngere Schwester Tysis Kolraavi ist eine Schamanin und Stelloks einzige Vertraute. Die Geschwister verehren Uthgar und haben kein Verständnis für Diplomatie oder das Drumherum der Zivilisation. STAMM DES SCHWARZEN RABEN Die Schwarzen Raben beanspruchen die eisigen Gebirgsaus- läufer westlich von Mirabar sowie die Eisseen und das Land westlich der Frostferne. Sie lauern gerne den Karawanen, die auf der Nördlichen Hauptstraße und der Schwarzfurtstraße reisen, auf.
Schwarzraben-Krieger reiten häufig auf Riesen- raben (verwende die Werte für Riesengeier) in den Kampf. Die Schwarzen Raben teilen ihren Geisthügel am Rabenfels mit dem Grauwolf-Stamm. Der Großhäuptling der Schwarzen Raben ist Ojin Voninsdottir, eine kalte, herzlose Frau mit einem Orkschädel als Helm. ÜRKS UND HALBORKS Die Geschichte des Nordens ist voll von Sagen über Orkhorden, die aus den Bergen hervorquellen, um Minen, Vieh- und Bauernhöfe sowie Siedlungen anderer Wesen anzugreifen.
Wie die Reghed-Barbaren des Eiswindtals und die Uthgardt-Barbaren des Grenzlandes leben Orks in Stämmen. Wenn ein besonders mächtiger Orkhäuptling mehrere Stämme unter einem Banner vereint, zieht die daraus resultierende Horde typischerweise marodierend durch das Land. Dabei verwüsten sie Festungen und töten alle Kreaturen, die ihren Pfad kreuzen.
Reghed- und Uthgardt-Barbaren legen in solchen Zeiten normalerweise ihre territorialen Rivalitäten bei, um sich der randalierenden Orkhorde in den Weg zu stellen und sie zu vernichten. Zivilisierte Gemeinden bilden ihre eigenen Koalitionen, um die tobenden Orks zu bekämpfen, teilweise mit gemischten Ergebnissen. Im Krieg der Silbermarschen (1484- 1485 DR), dem letzten derartigen Konflikt, kämpften Orks an der Seite von Weißen Drachen und Frostriesen.
Obwohl es schluss- endlich gelang, die Orks und ihre mächtigen Verbündeten zu besiegen und zurück in ihre Berghöhlen zu verjagen, hinter- ließ der Konflikt eine Unzahl verwüsteter Siedlungen in den Silbermarschen, darunter auch die Festungsstadt Sundabar. Nicht alle Orkhäuptlinge gelüstet es nach Zerstörung: König Obould Vielpfeil schmiedete eine fragile Allianz mit seinen zwergischen Nachbarn und half während seiner turbulenten Herrschaft, den Frieden in den Silbermarschen zu wahren.
Halborks im Norden tragen oftmals die Last des bösen Rufes ihrer Orkverwandten. Es bedarf