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Sturmkönigs Donner

Regeln: 5e Sprache: de

Buch-ID: sturmk-nigs-donner · 256 Seiten

Seite 57 Abschnitte: 2

folgten die Bären den Arbeitern in die Abtei. Sie versuchen, Futter von Be- suchern zu erbetteln, stellen aber keine Gefahr dar. Der Abt von Güldenfelde, Ellardin Darovik (NG, männ- licher damarianischer Mensch, Priester), ist ein Verehrer der Chauntea und ein Mitglied der Smaragdenklave. Er ist ein großzügiger, reservierter Mann, der Konflikten aus dem Weg geht und es bevorzugt, keine Wellen zu schlagen.

Er hält eine Predigt zur neunten Glocke am Morgen, Hoch- sonne, zur dritten Glocke am Nachmittag und zur sechsten Glocke am Abend. Obwohl Anwesenheit nicht verpflichtend ist, genehmigen sich die meisten Arbeiter einmal am Tag eine Pause von ihren Tätigkeiten, um den Worten des Abtes zu lauschen. Es gibt keine Wachen in der Abtei, nur eine Handvoll Akolythen.

Eine von ihnen, Zi Liang (siehe Anhang D), hat Vater Darovik oftmals gerügt, dass er die Verteidigung in die Hände inkompetenter Militäranführer legt, was sie etwas unbeliebt gemacht hat. Wenn sie nicht mit Aufgaben oder Gebeten beschäftigt ist, patrouilliert sie die äußeren Mauern aus eigenem Antrieb. G8. GASTHAUS ZUM NüRDRINNSEND Nördlich der Stadt ist ein drei Stockwerke hohes Stein- bauwerk mit Rundbogenfenstern, die einen Blick auf die umliegenden Felder gewähren.

Dünne Rauch- schwaden steigen aus den vielzähligen Schornsteinen an regnerischen Tagen und in kalten Nächten auf. Lebens- große Statuen von steigenden Pferden flankieren die Doppeltür, die in den Gemeinschaftssaal führt. Über der Tür hängt ein Holzschild, das den Namen dieser grandiosen Einrichtung in extravaganten Buchstaben bekannt gibt: Zum Nordrinnsend. Westlich des Haupt- gebäudes ist ein Stall, in dem bis zu fünfzig Pferde be- herbergt und versorgt werden können.

Der Betreiber des Gasthauses ist ein altes Mitglied der Gemeinschaft der Gastwirte in Waterdeep. Daher muss er handeln, wie es die Vorschriften seiner Gilde vorsehen. Sein Name ist Miros Xelbrin (siehe Anhang D), und er ist eine Zirkusattraktion im Ruhestand. Er wurde wegen seines tonnenförmigen Körpers und dem dicken, weißen Haar an Armen, Brust, Rücken und Kopf in seiner Blüte- zeit „der Yeti" genannt.

Miros ist ein standhafter Unterstützer der Smaragd- enklave und bietet Mitgliedern der Organisation und ihren Gefährten kostenlos Kost und Logis. Seine Zimmer sind geräumig und bequem, das Essen ist reichlich und schmackhaft (nur aus den frischesten Zutaten). Er toleriert Unruhestifter nur geringfügig und kann Abenteurer aus einem Kilometer Entfernung erkennen. Miros beschäftigt eine Truppe aus zwanzig Putzkräften und Kellnern. Er ver- kauft ein lokales Bier namens Güldenschluck.

Für jeden neuen Kunden ist der erste Krug umsonst. Einer der derzeitigen Gäste im Nordrinnsend ist ein Be- sucher aus Waterdeep. Der dort ansässige Wachsame Orden der Magister und Beschützer hat eine Vereinbarung mit dem Abt. An jedem Mittwinter schickt die Gilde einen der ihren nach Güldenfelde, als Zeichen ihrer Verpflichtung gegen- über den Interessen von Waterdeep.

Der Magier dient ein Jahr lang als Verbindungsperson zwischen Stadt und Abt, während er auch bei der Verteidigung von Güldenfelde hilft. Die derzeitige Delegierte der Gilde ist Naxene Drathkala (siehe Anhang D), eine stille, gelehrte, junge Frau, die in einem großzügig ausgestatteten Zimmer über den Ställen des Gasthauses wohnt. Sie verbringt den größten Teil ihrer Zeit damit, Abhandlungen über arkane und esoterische Themen zu schreiben.

Neben ihrer Mitgliedschaft im Wach- samen Orden ist Naxene eine Agentin des Rats der Grafen und eine loyale Spionin von Fürstin Laeral Silverhand aus Waterdeep. Miros hat versucht, Naxene den Hof zu machen, aber sie ignoriert seine zögerlichen Annäherungsversuche. Unter den anderen Gästen des Nordrinnsend ist eine Viel- zahl von Schauspielern, Musikern, Akrobaten und anderen darstellenden Künstlern aus Waterdeep und Dolchfurt.

Diese lebhafte Truppe unterhält Einheimische während der nach- mittäglichen Picknicks auf dem Hauptplatz (Bereich G6). Ein Halbling-Sänger und Flötist namens Oren Yogilvy (siehe Anhang D) ist unter ihnen der einzige dauerhafte Bewohner im Gasthaus. Er liebt Güldenschluck und darf umsonst dort wohnen und speisen. Im Austausch unterhält er die Bewohner von Güldenfelde.

Nach ein paar Getränken wandert Oren gerne, auf der Suche nach Inspiration, durch den Komplex und wacht oft am folgenden Morgen inmitten eines Feldes wieder auf. G9. GüLDENSCHLUCK-BRAUEREI Güldenfeldes Brauerei ist ein stattliches, zwei Stockwerke hohes Pfarrhaus. Hier wird ein Bier namens Güldenschluck aus bestem örtlichem Hopfen und Malz gebraut. Besucher dürfen die Brauerei nicht betreten und nachts sind die Ein- gänge fest verschlossen.

Langhäuser im Vorgarten der Brauerei dienen den sechzig Gemeinen, aus denen sich die Mannschaft der Brauerei zusammensetzt, als Herberge. Im gleichen Bereich ist ein verschlossenes Steinlagerhaus, das bis zur Decke mit Fässern voll Güldenschluck gefüllt ist. Eine verschlossene Tür kann mit Diebeswerkzeug und einem erfolgreichen Geschicklichkeitswurf gegen SG 15 ge- öffnet werden. An der Rückseite der Brauerei erhebt sich ein zylindrischer Wachturm, der den Ansässigen als Drachenspitze bekannt ist.

Der Name stammt daher, dass sich darauf einst ein junger Bronzedrachen an einem ruhigen Winternachmittag im Jahr 1374 DR, dem Jahr der Blitzgewitter, niedergelassen hatte. Der Steinturm dient dem Hauptmann der Wache, dem Verantwort- lichen für die Verteidigung Güldenfeldes, als Hauptquartier. Der Turm

und nachts sind die Ein- gänge fest verschlossen. Langhäuser im Vorgarten der Brauerei dienen den sechzig Gemeinen, aus denen sich die Mannschaft der Brauerei zusammensetzt, als Herberge. Im gleichen Bereich ist ein verschlossenes Steinlagerhaus, das bis zur Decke mit Fässern voll Güldenschluck gefüllt ist. Eine verschlossene Tür kann mit Diebeswerkzeug und einem erfolgreichen Geschicklichkeitswurf gegen SG 15 ge- öffnet werden.

An der Rückseite der Brauerei erhebt sich ein zylindrischer Wachturm, der den Ansässigen als Drachenspitze bekannt ist. Der Name stammt daher, dass sich darauf einst ein junger Bronzedrachen an einem ruhigen Winternachmittag im Jahr 1374 DR, dem Jahr der Blitzgewitter, niedergelassen hatte. Der Steinturm dient dem Hauptmann der Wache, dem Verantwort- lichen für die Verteidigung Güldenfeldes, als Hauptquartier. Der Turm hat einen eigenen Eingang am Boden und ist vier Stockwerke hoch.

Das flache Dach ist mit Zinnen aus grünem Marmor gesäumt. Zwei Wachen (CG männliche und weibliche illuskanische Menschen) stehen am Fuß des Turms und vier weitere wachen auf der Spitze. Der derzeitige Hauptmann der Wache ist Strog Donnerklinge (NG, männlicher Halbork, Veteran). Langeweile und leichter Zugang zu hochwertigem Essen und Bier haben ihn fett und lustlos werden lassen.

Er schläft früh ein, wacht spät auf und verlässt den Turm einmal am Tag zur dritten Glocke am Nachmittag, um dem Abt einen täglichen Bericht zu überbringen. Strog hat eine angenehme, lockere Art und der Abt mag ihn, trotz seiner offensichtlichen Schwächen. GlO. FRISCHWASSERQUELLE Nordwestlich der Brauerei befindet sich eine natürliche Quelle, die einen kleinen See speist. Ein Fluss fließt, mit leichter Strömung, nach Osten, dann nach Norden und wieder nach Osten.

Dabei fließt er unter zwei gebogenen, moosbedeckten Steinbrücken hindurch, bevor er in Reisfeldern aufgeht. Frösche versammeln sich nachts am Rand des Sees und er- füllen die Luft mit ihrer quakenden Symphonie. Gll. REISFELDER Wassergefüllte Furchen bewässern die Reisfelder von Gülden- felde. An warmen Tagen waten Arbeiter in Sandalen durch stehendes Wasser und Schlamm, um sich um die Reispflanzen zu kümmern. Gl2.

GEMÜSEGÄRTEN Feldwege führen kreuz und quer durch große Abschnitte Ackerland, wo Karotten, Zwiebeln, Kürbisse, Tomaten, Kartoffeln, Rettiche und andere Gemüsesorten wachsen. Arbeiter graben die Gärten um und kümmern sich von Sonnenauf- bis -untergang um die Pflanzen. Gl3. WEIZENFELDER Beinahe die Hälfte des Ackerlands in Güldenfelde wird für den Anbau von Weizen verwendet.

Während der Erntezeit sind die Weizenfelder voller Arbeiter mit Sensen, die Bündel geernteten Weizens auf ihren Schultern tragen. Gl4. KRÄUTERGÄRTEN Die Straße entlang der Westmauer von Güldenfelde umgeht ein paar vage kreisförmige Kräutergärten. Steinhäuschen in der Nähe beherbergen ein Dutzend Druiden (N, männliche und weibliche Menschen verschiedener Ethnien), die Chauntea verehren. Die Druiden züchten nicht nur Kräuter, sondern KAPITEL 2 !

GERÜCHTE 'i1 durchwandern ebenso die Felder von Güldenfelde, um sich um kranke Pflanzen zu kümmern. Gl5. ÜRANGENPLANTAGE Reihen von Orangenbäumen füllen diesen Bereich des Güldenfelde-Komplexes, der sich nordwestlich der Weizenfelder befindet. Gl6. APFELPLANTAGE Manch Barde hat bereits ein Lied über die Apfelplantage von Güldenfelde gesungen. Die alten, jedoch zeitlos scheinenden, Bäume produzieren jedes Jahr Tausende Körbe voller säuer- licher Äpfel.

Ein Großteil der Apfelernte wird von Kindern eingebracht, die auf den Bäumen herumklettern und die Früchte in Körbe legen, die dann von erwachsenen Arbeitern weggetragen werden. Ein Wäldchen im Südwesten dieses Be- reiches beherbergt ein Paar junge Baumhirten. Ihre Aufgabe ist es, die Plantage zu schützen. Gl7. MAISFELD Am Ende des Sommers sind die Maispflanzen auf Gülden- feldes Feldern mindestens drei Meter hoch.

Nach der Ernte liegen die Felder brach, bis sie im nächsten Frühjahr umgegraben und neu bepflanzt werden. Gl8. GERSTENFELD Etwa ein Sechstel der Gerste, die im Komplex gezüchtet wird, wird für die Herstellung von Güldenschluck verwendet. Der Rest wird in andere Siedlungen geliefert. Gl9. HOPFENFELD Hopfenpflanzen, deren Blüten für die Bierherstellung benötigt werden, werden hier gezüchtet. Die Arbeiter, die sich um das Gersten- und Hopfenfeld kümmern, leben in einem großen Haus in der Nähe. G20.

KüRBISFELD Auf diesem Feld wachsen die größten und härtesten Kürbisse des Nordens. Ein großes Haus am Rande des Kürbisfeldes be- herbergt Arbeiter, die sich sowohl um das Feld als auch um die Beerenbüsche an der Außenmauer kümmern. ANGRIFF AUF GÜLDENFELDE Guh, die selbsternannte Anführerin der Hügelriesen, hat ihre weiblichen Rivalen verjagt und deren Ehemänner unter- jocht.

Nun beauftragt sie ihre frisch eroberten Partner mit der Suche nach Nahrung, um ihren eigenen unersättlichen Hunger zu stillen. Zwei dieser großen Dummköpfe, Lob und Ogg, streifen durch die Hügel und Täler südlich von Grudd Haug, der Zuflucht von Guhs Stamm. Dabei stießen sie irgendwann auf die Einsamen Hügel und stolperten dort vor ein paar Wochen über eine Gruppe Grottenschrate und Goblins. Die Goblinoiden erzählten Lob und Ogg von einem großen Bauernhof auf der anderen Seite des Dessarinflusses.

Die Hügelriesen beschlossen, den Hof anzugreifen. Die Riesen wateten durch den Fluss and schleuderten Felsen auf Güldenfelde. Der Beschuss der äußeren Mauer alarmierte die Bewohner. Bogenschützen auf den Mauern erwiderten das Feuer mit

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